Nachdem der Magdeburg-Halbmarathon im letzten Jahr für mich sehr gut verlief (mit noch bestehender pers. Bestzeit), entschied ich mich, auch dieses Jahr dort wieder den Halben zu absolvieren. Zudem gefiel mir die Strecke gut, die Anmeldepreise sind moderat und die ganze Orga sowie das Drumherum passte ebenfalls. Zudem konnte ich Alex, Christoph und Thomas davon überzeugen, ebenfalls zu starten, so dass 3 von uns auch in die Mannschaftswertung kommen würden. Da die Drei natürlich andere Ziele hatten als ich (Alex: sub1:30 und 4:10er-Schnitt, Christoph 4er Schnitt und Thomas sub1:30) war klar, dass dieses Jahr kein Hase mich ziehen könnte, da ich selbst darauf aus war, die letztjährige Zeit von 1:34:45 zumindest zu bestätigen; schöne wäre natürlich PB.
Nach dem Auf und Ab der letzten Wochen war ich einerseits skeptisch, da ich bei gleicher Pace beim 15km-Mannschaftslauf ganz schön kämpfen mußte und auch ein 10er Testlauf mit Alex vor einer Woche war nicht gerade Wohlfühltempo, andererseits machten gerade die schnelleren Intervalle richtig Spaß und auch die normalen Läufe gingen wieder gut. Blöd war halt mal wieder die Tatsache, dass ich eigentlich zu wenig im Bereich um bzw. über HM-Distanz gelaufen bin und zu viele 15-16k-Läufe gemacht habe. Naja, probieren...
Dienstag nochmal schnell das gewünschte HM-Renntempo auf der Bahn bei 3x3200m getestet: da mein Garmin gerade mal wieder eingesendet wurde habe ich einfach 'ne Liste mit 38-Rundenzeiten gemacht und bin mit 5,99Euro-Uhr und Zettel in der Hand gelaufen: man trifft die Pace super! Der Herbst wurde ja fast übersprungen und es wurde im Laufe der Woche winterlich kalt: so mag ich es! Lieber 3 als 30°C! Ach ja, Donnerstag war der neue Forerunner dann da: Magdeburg kann kommen!
Sonntag früh mit Taxi-Alex hingefahren, Startnummer abholen, umziehen, Buffer-Doping, einlaufen. eXa-Cheffe Carsten getroffen der Jörg beim Marathon mit dem Rad begleiten wollte und kurz nach 10 gings los. Diesmal lies ich mich nicht ganz so stark zum zu schnellen Loslaufen verleiten und aus geplanten 4:28min/km wurden 4:20-22 auf den ersten Kilometern. Die anderen eXaner waren schnell dem Blickfeld entschwunden. Gruppenbildung fand nicht statt und ich lief recht konstant durch Magdeburgs Innenstadt, u.a. vorbei am Dom und dem Hundertwasserhaus. Doch so richtig Blicke dafür hatte ich nat. nicht. Zwischendurch noch etwas mit 1-2 Mitläufern über die Zwischenzeiten gequatscht und weiter. Das Tempo blieb konstant und lief sich ganz gut. Bei Kilometer 10 kam ich bei 43:52 durch: macht also 'nen 4:23er Schnitt. Etwas schneller als geplant, aber mal sehen. Prompt spürte ich wieder etwas den Rippenbogen. SHIT! Egal: ignorieren, weiterlaufen, weglaufen. Jetzt ging es in weniger bis gar nicht bewohnte Gebiete am Stadtrand: fast wie ein Landschaftslauf. Das gefiel mir. Der km-Schnitt änderte sich nur leicht. 50m vor mir lief die an dritter Position liegende Frau (laut Zwischenrufen einiger Zuschauer). Auf die wollte ich auflaufen... Nach 1:06:09 passierte ich die 15km-Marke. Also fast identisch mit Mannschaftslaufendzeit, nur dass der ja etwas kürzer als 15km ist... Der Gesamtschnitt lag jetzt bei 4:25min/km. So langsam wuchs die Hoffnung, dass es zeitlich klappen könnte, aber vom Leipzig-HM im Frühjahr war ich gewarnt: da hatte ich bei km15 1:20 Vorsprung auf die heutige Zeit!!! Und die Beine wurden auch schwerer, aber die km-Splits lagen immer noch bei knapp unter bzw. 4:30 und etwas Polster war noch... Jetzt kam von hinten die 4.Frau, die mich und auch die bis dahin Dritte flott überholte... Am Sportplatz stießen die 13km-Läufer zu uns auf die Strecke: man mußte jetzt etwas Zick-Zack laufen aber Zeit habe ich wohl keine mehr verloren. Dann noch bei km20 rauf auf die Brücke und noch die Schleife, die kurzzeitig weg vom Ziel führt gelaufen und dann ab Richtung Finishline. Bei 1:34 drückte ich die Uhr: aber da ich etwas vor der Startlinie schon ausgelöst hatte wußte ich, dass es für sub 1:34 gelangt hat was die Ergebnisliste auch bestätigte: 1:33:59. Damit bin ich auf jeden Fall zufrieden, vor allem weil ich schon arg skeptisch war, ob ich das derzeit laufen kann.
Christoph lief seinen geplanten 3:59er Schnitt, Alex lief 4:07er Schnitt (1:26:46, die ihm keiner so zugetraut hatte) und Thomas verfehlte die 1:30 um 19sec, da er auf den ersten 10km arg überpaced hatte. In der Mannschaftswertung machte das Platz 4 für die LG eXa. Getoppt wurde das Ganze von Jörg, der in pers. Bestzeit und neuem Streckenrekord den Marathon in 2:32:47 gewann!!!
Für mich hieß es:
21/120 in der M30
129/1163 Männer
133/1618 Gesamt
Ergebnisse
Montag, 19. Oktober 2009
Samstag, 26. September 2009
weiterhin AUF und AB
Lange Zeit nichts geschrieben weil auch nicht so viel passiert ist. Wie bisher gehts weiter, mal passt es und es läuft, dann wieder überhaupt nicht.
So war der Sommerabendlauf absolut desolat, beim darauffolgenden Auewald-Mannschaftslauf lief es besser als gedacht und Jan und Peter zogen mich zu einer 15km-Zeit, die ich sonst wohl derzeit nicht drauf gehabt hätte. Der Cospudener Seelauf mußte diesmal ohne mich stattfinden, dafür wie die letzten Jahre der Kunz-von-Kauffungen-Lauf auch mit meiner Wenigkeit. Diesmal wurde der Kurs geändert und die lustig-dramatische Schaukelbrückenüberquerung wurde aus Sicherheitsgründen rausgenommen. Egal, Spaß hats zwar gemacht, aber bgeistert war ich von meiner Laufleistung gar nicht. Im Training war zuletzt mal wieder ein Aufwärtstrend erkennbar und selbst lange Intervalle mit Alex liefen gut, ebenso wie 15x400m auf der Bahn. Zwei Tgae zuvor aber mal wieder ein Dämpfer: eigentlich Greif'sche Pyramide geplant, aber nach bereits 3km merkte ich, da wird nix draus und nach 6,8km mußte ich gehen -> Rippenbogen-Aua wie letztes Jahr beim Leipzig-Marathon. Damals hieß es Rippenfellentzündung, aber daran glaube ich diesmal nicht (und rückwirkend damals wohl auch nicht). Ich denke mal eher, dass es an meiner Pressatmung bei schnellerem Tempo liegt und es dann zu einer Zerrung (o.ä.) dieses Bereiches kommt. Und nun? Naja, wie gesagt, die Bahnintervalle 2 Tage später ohne Probleme. Also heute doch zum Rochlitzer Berglauf, einem meiner Lieblingsläufe, da er in der alten Heimat stattfindet. Diesmal ebenfalls mit Streckenänderung. Die Triathleten habens vor kurzem dort getestet und für gut befunden. Die 2 eklig-heftigen Anstieg (vielsagend "Am Mordgrund" und "Am Alten Krankenhaus") wurden rausgenommen, dafür jetzt 2x gaaaanz laaaanggezogen und ob das besser ist? Keine Ahnung, ich finde, es zieht einem allmählich den Zahn statt kurz und schmerzvoll. Bereits nach 200m liege ich an Platz 2 der 20er Läufer und das sollte bis zum Ziel so bleiben. In der 2.Runde sah ich nochmal kurz den 1. (etwa 2min vor mir) in den Wald einbiegen, während ich am Fuß des Anstiegs war. Auch hinter mir keiner zu sehen. Zum Schluß hin wurde es wieder schwer, aber ich nahm deutlich raus, war doch die Zeit eh egal und das Ganze eher ein Trainingslauf (ein anstrengender!). So wurden es dann 21,4km, also mal ein HM so nebenbei, das ist ok. Bereits 1,5h später war die Website aktualisiert. Ergebnisse und Bilder hier.
Magdeburg wird wohl eher konservativ als ein "ich versuch's mal"-Lauf... Mal sehen.
So war der Sommerabendlauf absolut desolat, beim darauffolgenden Auewald-Mannschaftslauf lief es besser als gedacht und Jan und Peter zogen mich zu einer 15km-Zeit, die ich sonst wohl derzeit nicht drauf gehabt hätte. Der Cospudener Seelauf mußte diesmal ohne mich stattfinden, dafür wie die letzten Jahre der Kunz-von-Kauffungen-Lauf auch mit meiner Wenigkeit. Diesmal wurde der Kurs geändert und die lustig-dramatische Schaukelbrückenüberquerung wurde aus Sicherheitsgründen rausgenommen. Egal, Spaß hats zwar gemacht, aber bgeistert war ich von meiner Laufleistung gar nicht. Im Training war zuletzt mal wieder ein Aufwärtstrend erkennbar und selbst lange Intervalle mit Alex liefen gut, ebenso wie 15x400m auf der Bahn. Zwei Tgae zuvor aber mal wieder ein Dämpfer: eigentlich Greif'sche Pyramide geplant, aber nach bereits 3km merkte ich, da wird nix draus und nach 6,8km mußte ich gehen -> Rippenbogen-Aua wie letztes Jahr beim Leipzig-Marathon. Damals hieß es Rippenfellentzündung, aber daran glaube ich diesmal nicht (und rückwirkend damals wohl auch nicht). Ich denke mal eher, dass es an meiner Pressatmung bei schnellerem Tempo liegt und es dann zu einer Zerrung (o.ä.) dieses Bereiches kommt. Und nun? Naja, wie gesagt, die Bahnintervalle 2 Tage später ohne Probleme. Also heute doch zum Rochlitzer Berglauf, einem meiner Lieblingsläufe, da er in der alten Heimat stattfindet. Diesmal ebenfalls mit Streckenänderung. Die Triathleten habens vor kurzem dort getestet und für gut befunden. Die 2 eklig-heftigen Anstieg (vielsagend "Am Mordgrund" und "Am Alten Krankenhaus") wurden rausgenommen, dafür jetzt 2x gaaaanz laaaanggezogen und ob das besser ist? Keine Ahnung, ich finde, es zieht einem allmählich den Zahn statt kurz und schmerzvoll. Bereits nach 200m liege ich an Platz 2 der 20er Läufer und das sollte bis zum Ziel so bleiben. In der 2.Runde sah ich nochmal kurz den 1. (etwa 2min vor mir) in den Wald einbiegen, während ich am Fuß des Anstiegs war. Auch hinter mir keiner zu sehen. Zum Schluß hin wurde es wieder schwer, aber ich nahm deutlich raus, war doch die Zeit eh egal und das Ganze eher ein Trainingslauf (ein anstrengender!). So wurden es dann 21,4km, also mal ein HM so nebenbei, das ist ok. Bereits 1,5h später war die Website aktualisiert. Ergebnisse und Bilder hier.
Magdeburg wird wohl eher konservativ als ein "ich versuch's mal"-Lauf... Mal sehen.
Dienstag, 28. Juli 2009
Sommerloch
Seit nunmehr 6 Wochen geht nichts vorwärts in Sachen Laufform. Seit der erzgebirgstraverse geht es abwärts und zwar so steil wie die ersten Kilometer auf selbiger...
Mal läuft es prima im Training aber zumeist dann doch eher schwer. Dann kommt noch eine gewisse Lustlosigkeit dazu und irgendwie auch Zeitmangel, (Halb-)Krankheit und Müdigkeit des Körpers. Signale? Ausreden? Versinken im Mittelmaß? Jogger?
Im Urlaub dominierten Grillabende, Lagerfeuerrunden und viele Radkilometer samt doppelt besetztem Anhänger. Die wenigen Laufkilometer in sehr schöner (profilierter!!!) Landschaft der Insel Rügen waren geprägt von ruhigen Kilometern. Das einzige was flott war, ging nach hinten los... (6x auf 12km schaffen bestimmt weder cp noch mono noch steven). Nun ja, lieber was anderes: Großspurig (oder -kotzig?) habe ich für den Auewaldmannschaftslauf 'nen 4:24er Truppe mit Thomas D. und Tino eröffnet. "Zum Glück" klemmt es bei ihm ebefalls gerade und somit werden sich mindestens 2 quälen müssen während Thomas sich ausruhen kann...
Nun denn, Nägel mit Köpfen müssen her: heute geht es los mit neuem Trainingsplan (aus 2 mach' 1) und als erste Einheit 2x3000m in 4:10min/km.
Ich werde berichten...
Mal läuft es prima im Training aber zumeist dann doch eher schwer. Dann kommt noch eine gewisse Lustlosigkeit dazu und irgendwie auch Zeitmangel, (Halb-)Krankheit und Müdigkeit des Körpers. Signale? Ausreden? Versinken im Mittelmaß? Jogger?
Im Urlaub dominierten Grillabende, Lagerfeuerrunden und viele Radkilometer samt doppelt besetztem Anhänger. Die wenigen Laufkilometer in sehr schöner (profilierter!!!) Landschaft der Insel Rügen waren geprägt von ruhigen Kilometern. Das einzige was flott war, ging nach hinten los... (6x auf 12km schaffen bestimmt weder cp noch mono noch steven). Nun ja, lieber was anderes: Großspurig (oder -kotzig?) habe ich für den Auewaldmannschaftslauf 'nen 4:24er Truppe mit Thomas D. und Tino eröffnet. "Zum Glück" klemmt es bei ihm ebefalls gerade und somit werden sich mindestens 2 quälen müssen während Thomas sich ausruhen kann...
Nun denn, Nägel mit Köpfen müssen her: heute geht es los mit neuem Trainingsplan (aus 2 mach' 1) und als erste Einheit 2x3000m in 4:10min/km.
Ich werde berichten...
Samstag, 4. Juli 2009
Orientierungslos
Irgendwie steckte mir die Staffellaufetappe noch immer in den Knochen. Obwohl es beim Bahntraining (mein erstes überhaupt) mit 15x400m bestens lief, spürte ich am Wochenende beim Lauf durch die alte Heimat ein ständiges leichtes Zwicken im rechten Knie, besonders bei Bergabpassagen... Gleiches galt für Treppensteigen hinab und Schränketragen... Also wieder Laufpause...
Trotzdem hatte ich mal wieder Lust auf ein organisiertes Läufchen. Irgendwo hatte ich was vom Ammelshainer Schlosslauf gelesen. Also mal auf der Website vorbeigeschaut und gleich angemeldet. Die Kinder für den Abend "verkauft" und paar Freunde für das Konzert danach eingeladen. 8,5km sollten gelaufen werden. Von Matthi und Ronald wußte ich ja, dass sie starten wollten und auf Spitzenplatzierungen spekulierten. Das gleiche dachten sich aber auch einige andere und mit eXa-Kollege Jörg hatte wir ein heißes Eisen im Feuer. Auch Björn von der eXa war am Start. Bei tollem Ambiente wurde 19Uhr die Meute auf die Strecke geschickt (der Starklappenbetätigende bewies Mut und blieb einfach Mitten auf der Strecke stehen...). Unter 37min sollten drin sein, also 4:19er Schnitt war geplant. Bereits nach wenigen hundert Metern vor mir eine große Lücke und hinter mir ebenfalls. Irgendwie immer das gleiche...(soll heißen: ich bin nicht schnell und auch nicht langsam...). 3:57 und 4:11 für die ersten beiden Kilometer. Dann ein Anstieg dank Streckenänderung. Vor mir die 2.-platzierte Frau, deren Vorjahreszeiten ich noch wußte und das war dann "Holger Meier". Bei km 4 ging sie kurz und ich war dran aber sie lief gleich wieder schnell. Dank der fast tropischen Wärme / Schwüle war es mächtig anstrengend. Anstrengender als gedacht... viel anstrengender!
Als der 5.Kilometer in 4:44 weg ging war schon wieder klar, heute passt hier gar nix. Oder vielleicht ganz simpel: die Form ist im Keller. Naja, zumindest hatte ich "Holger" jetzt eingeholt und ebenso einen weiteren Läufer vor mir. Von hinten waren zwei rangelaufen. Als Five-Pack gings weiter durch den Wald. Mittlerweile hatte ich wieder auf die Zermürbungstaktik umgestellt und machte einen auf Sychronsprecher á la "Schweinskramfilm". Die anderen taten mir leid. Vor uns war keiner mehr zu sehen. Nach 6,5km setzte ich mich leicht ab; wollte mich jetzt auch nicht mehr umdrehen. 1km weiter stand Matthis Frau und wollte Wasser reichen aber eigentlich war es ja nur noch ein einziger schnöder Kilometer. Der km-Split war wieder deutlich besser, aber noch immer schlechter als geplant. Am Ortseingang bog ich völlig selbstverständlich rechts ab, die anderen hinterher. Ich beschleunigte nochmals hörte aber noch immer die anderen knapp hinter mir. Vorbei am Feuerwehrhaus, plötzlich brüllte einer der Verfolger "LINKS!!!" Häh, wie jetzt? Hier war weder ein Streckenposten noch eine Markierung. Shit! Wenden. Die anderen waren nun vor mir. Ich war stinksauer! Ich schloss wieder auf und zog vorbei um im Rücken (!?!?) der klatschenden Zuschauer am Ziel anzukommen und der Rest der Läufer kam uns entgegen.... ;-) Häh was ist nun los? Erst dachte ich, dass das Umkehren falsch war, aber eigentlich waren wir komplett falsch abgebogen. Ich hatte also einen Abzweig zu früh gewählt und alle anderen hinterher. Ohne Zuruf wäre ich wohl noch durchs ganze Dorf gelaufen...
Kurze Absprache mit den Verantwortlichen: die werteten uns trotzdem mit der gelaufenen Zeit, da es an dieser Stelle eben etwas unglücklich war.
Zumindest war ich in der Zeitvorgabe geblieben: 36:33 stand auf der Uhr; aber eben auch nur 8,20km statt 8,56km....
"Holger Meier" war somit auf Platz 2 der Frauen gelaufen (hätte aber hochgerechnet auf die echte Strecke auch locker gereicht) und zum Dank erhielt ich ihren Preis: einen Schnuppertauchkurs! Danke Ina! Bei nächstenmal gibts ein paar Stadtranglistenpunkte zurück ;-)
Hat sich also gelohnt! Dann noch Duschen in Mietswohnungen (mal was anderes) und Grillwurst, Bier und coole Mucke im Schloßpark bei super Wetter.
Wie weiter? Form suchen, mal wieder effektiver Trainieren (u.a. Bahn).... Und dass, wo mir Hitze gar nicht liegt...
Jörg gewann übrigens souverän, Matthi wurde 6., Ronals 8. und Björn 9. Gesamt. Toll gemacht von der eXa und der Lauf wird kein Geheimtipp mehr bleiben. Da hat man sich echt Mühe gegeben und so kleine Läufe mag ich sowieso.
Das nächste Mal schaue ich mir die Strecke an oder lade die Strecke auf den Garmin, nichtr dass ich im Auewald mal falsch abbiege...
Trotzdem hatte ich mal wieder Lust auf ein organisiertes Läufchen. Irgendwo hatte ich was vom Ammelshainer Schlosslauf gelesen. Also mal auf der Website vorbeigeschaut und gleich angemeldet. Die Kinder für den Abend "verkauft" und paar Freunde für das Konzert danach eingeladen. 8,5km sollten gelaufen werden. Von Matthi und Ronald wußte ich ja, dass sie starten wollten und auf Spitzenplatzierungen spekulierten. Das gleiche dachten sich aber auch einige andere und mit eXa-Kollege Jörg hatte wir ein heißes Eisen im Feuer. Auch Björn von der eXa war am Start. Bei tollem Ambiente wurde 19Uhr die Meute auf die Strecke geschickt (der Starklappenbetätigende bewies Mut und blieb einfach Mitten auf der Strecke stehen...). Unter 37min sollten drin sein, also 4:19er Schnitt war geplant. Bereits nach wenigen hundert Metern vor mir eine große Lücke und hinter mir ebenfalls. Irgendwie immer das gleiche...(soll heißen: ich bin nicht schnell und auch nicht langsam...). 3:57 und 4:11 für die ersten beiden Kilometer. Dann ein Anstieg dank Streckenänderung. Vor mir die 2.-platzierte Frau, deren Vorjahreszeiten ich noch wußte und das war dann "Holger Meier". Bei km 4 ging sie kurz und ich war dran aber sie lief gleich wieder schnell. Dank der fast tropischen Wärme / Schwüle war es mächtig anstrengend. Anstrengender als gedacht... viel anstrengender!
Als der 5.Kilometer in 4:44 weg ging war schon wieder klar, heute passt hier gar nix. Oder vielleicht ganz simpel: die Form ist im Keller. Naja, zumindest hatte ich "Holger" jetzt eingeholt und ebenso einen weiteren Läufer vor mir. Von hinten waren zwei rangelaufen. Als Five-Pack gings weiter durch den Wald. Mittlerweile hatte ich wieder auf die Zermürbungstaktik umgestellt und machte einen auf Sychronsprecher á la "Schweinskramfilm". Die anderen taten mir leid. Vor uns war keiner mehr zu sehen. Nach 6,5km setzte ich mich leicht ab; wollte mich jetzt auch nicht mehr umdrehen. 1km weiter stand Matthis Frau und wollte Wasser reichen aber eigentlich war es ja nur noch ein einziger schnöder Kilometer. Der km-Split war wieder deutlich besser, aber noch immer schlechter als geplant. Am Ortseingang bog ich völlig selbstverständlich rechts ab, die anderen hinterher. Ich beschleunigte nochmals hörte aber noch immer die anderen knapp hinter mir. Vorbei am Feuerwehrhaus, plötzlich brüllte einer der Verfolger "LINKS!!!" Häh, wie jetzt? Hier war weder ein Streckenposten noch eine Markierung. Shit! Wenden. Die anderen waren nun vor mir. Ich war stinksauer! Ich schloss wieder auf und zog vorbei um im Rücken (!?!?) der klatschenden Zuschauer am Ziel anzukommen und der Rest der Läufer kam uns entgegen.... ;-) Häh was ist nun los? Erst dachte ich, dass das Umkehren falsch war, aber eigentlich waren wir komplett falsch abgebogen. Ich hatte also einen Abzweig zu früh gewählt und alle anderen hinterher. Ohne Zuruf wäre ich wohl noch durchs ganze Dorf gelaufen...
Kurze Absprache mit den Verantwortlichen: die werteten uns trotzdem mit der gelaufenen Zeit, da es an dieser Stelle eben etwas unglücklich war.
Zumindest war ich in der Zeitvorgabe geblieben: 36:33 stand auf der Uhr; aber eben auch nur 8,20km statt 8,56km....
"Holger Meier" war somit auf Platz 2 der Frauen gelaufen (hätte aber hochgerechnet auf die echte Strecke auch locker gereicht) und zum Dank erhielt ich ihren Preis: einen Schnuppertauchkurs! Danke Ina! Bei nächstenmal gibts ein paar Stadtranglistenpunkte zurück ;-)
Hat sich also gelohnt! Dann noch Duschen in Mietswohnungen (mal was anderes) und Grillwurst, Bier und coole Mucke im Schloßpark bei super Wetter.
Wie weiter? Form suchen, mal wieder effektiver Trainieren (u.a. Bahn).... Und dass, wo mir Hitze gar nicht liegt...
Jörg gewann übrigens souverän, Matthi wurde 6., Ronals 8. und Björn 9. Gesamt. Toll gemacht von der eXa und der Lauf wird kein Geheimtipp mehr bleiben. Da hat man sich echt Mühe gegeben und so kleine Läufe mag ich sowieso.
Das nächste Mal schaue ich mir die Strecke an oder lade die Strecke auf den Garmin, nichtr dass ich im Auewald mal falsch abbiege...
Montag, 22. Juni 2009
180km-Kochlöffeltransport
Einmal im Jahr heißt es "erzgebirgstraverse" und da ist die eXa bei 2 Starts 2x als Sieger ins Ziel gekommen. Das heißt natürlich, dass sich die Gegner für Folgejahr immer besonders gut vorbereiten um uns den Titel streitig zu machen. Für uns hieß es primär "as fast as possible", möglichst unter der letztjährigen Zeit bleiben und optimal wäre natürlich eine Titelverteidigung. Wie jedes Jahr auch die nicht ganz einfache Prozedur davor. Aus Interessenten für fast 2 Staffeln bleiben am Ende gerade genug für eine Staffel übrig und die Reihenfolge der Starter wird nicht nach Eignung für Etappe und Profil oder Laufform festgelegt sondern eher nach der Möglichkeit, günstig anzureisen und den Lauf mit anderen Verpflichtungen und Terminen zu kombinieren und zu vereinbaren. So stand erst eine Woche zuvor der finale Ablauf und die Etappeneinteilung für uns fest und wir sind diesmal garantiert die Mannschaft mit den meisten Änderungen in der Aufstellung...
Freitag reisten wir zu 6. an und Zeltaufbau und Smalltalk mit den anderen Teams bestimmten den restlichen Abend. Auf das vom Chef vorgeschriebene Einlaufen verzichteten wir, um dem Gegner nicht die aktuelle Form zu zeigen...
3:30Uhr aufstehen und bereits 4:00 Start für David. Er sollte/wollte so lange wie möglich dranbleiben und mit möglichst wenig Rückstand auf Alex wechseln. In Mühlleiten wartete dieser bereits und konnte als 5. ins Rennen geschickt werden. Da hatten wir ca. 5min Rückstand auf die Eltalflitzer. Alex überholte gleich andere Teams und konnte in Weiterglashütte an Platz zwei liegend mit 7min Rückstand (auf Traktor Hermsdorf) auf Steven wechseln. Der drehte mächtig auf, verlief sich kurz, mußte mal kurz in den Wald und hatte auf dem Auersberg den Rückstand auf 4min verkürzt. In Steinbach waren es noch 2min und beim Wechsel bereits anderthalb Minuten Vorsprung. Matthias (Alex' Vater) lief dann die Strecke komplett gemeinsam mit dem Starter von Hermsdorf und zeitgleich wechselten sie in Tellerhäuser. Chrische also mit dem Hermsdorfer, der Elbtalflitzer knapp dahinter. Leider wurde Chrische ab Grenzübergang von Krämpfen geplagt und der Gegner war sehr stark. Die Traktoristen wechselten exakt 10:10Uhr und die Elbtalflitzer nur Sekunden danach.
Banges Warten für mich auf Christoph. Die Zeit verging und keiner war zu sehen. Knapp 4min später tauchte er auf und ich konnte endlich losflitzen. Allerdings ging es erst mal steil bergab. Richtig STEIL! Der eigentlich gesperrte Skihang war die Strecke für die nächsten knapp 2km. Rollen lassen ging nicht. Die Wiese war extrem rutschig und der Streifen in der Mitte übersäht mit Schotter und Geröll. 2-3mal war ich kurz vorm Abflug. Dann Asphaltpassage. Die Radbleitung der Elbtalflitzerin wartete, aber sie war schon durch. Mist - Schnürsenkel offen. Die Oberschenkel zittern wie ratternde Nähmaschinen. Weiterlaufen. Die ersten 3km unter 4min! Schneller als gedacht. 13 weitere km wollten noch gelaufen werden. Auf kleinen Dorfstraßen ging es durch Háj wo man mich ungläubig musterte. Dann sah ich irgendwann zwischen Kilometer 4 und 5 auf der Bergaufpassage die Radbegleitung der Zweitpaltzierten vor mir. Nur nicht zu schnell ranlaufen und erstmal kurz Kräfte sparen. Bei etwa 5,5km war ich dran und lief auch schnell vorbei, hörte aber noch lange die Schritte hinter mir. Kurz darauf sollte die unübersichtlichste Stelle in Sachen Navigation kommen. Meine beiden Konkurrenten waren die Strecke schon abgelaufen und somit etwas im Vorteil. Ich hatte mir zwar von Ronald die Stelle beschreiben lassen und auch mit den beiden Läufern gesprochen, aber vor Ort sieht es eh meist anders aus. Es ging über eine eingestürzte Brücke über einen Bachlauf und danach etwas unübersichtlich auf einem Tramplepfad durch den Wald. Der Forerunner vermeldete "Kursabweichung" aber anders hätte ich gar nicht laufen können, oder? Plötzlich neben einer Ruine vorbeigelaufen; die kannte ich von der Karte und hatte sie viel weiter abseits der Route erwartet. Mist, aber die Richtung stimmte. Ich ging jetzt davon aus, dass ich wieder überholt wurde, aber es war weder vor noch hinter mir jemand zu sehen. Etwa bei Kilometer 9 in Kovárská standen die anderen aus meinem Team und meinten, der 1. sei nicht weit vor mir, was ich nicht so recht glauben mochte. Die gereichte Apfelschorle konnte ich nur in Form von herausquellendem Schaum trinken - nicht so clever ;-)
Der Schnitt passte noch immer (4:25min/km) aber die völlig ungewohnte Belastung für die Muskulatur machte sich deutlichst bemerkbar und auf den folgenden Kilometern wurde es auch etwas langsamer, bedingt aber auch durch einige kleine Bergaufstücke. Ich sah zudem ein, dass ich nicht die recht engen Schuhe hätte anziehen sollen, denn eine Blutblase an der Zehe spürte ich recht deutlich...
Bei Kilometer 13 dann eine sonderbare Begegnung: die Straße schlängelte sich durch den Wald und an einer kleinen Lichtung lag ein Fahrrad im Straßengraben mit einigen Bierflaschen im Korb - aahh, eine Verpflegungstelle!? 2-3m weg am Hang saß ein aschenbecherbebrillter Einheimischer mit Schlapphut und genoß das herrliche Wetter mit einem kräftigen Schluck. Was er mir hinterrief konnte ich einerseits aufgrund der mir fremdem Sprache und aufgrund der sonderbaren Artikulation nicht verstehen. Wahrscheinlich feuerte er mich an und wollte mir sagen, dass ich nur wenig Rückstand habe...
Es wurde immer schwerer, flüssig zu laufen und die linke Wade zwickte heftig während der Kopf nach rechts hing (?). 4:45er Schnitt für die letzten Kilometer - keine Glanzleistung aber Gesamtschnitt immer noch bei 4:32min/km. Ronald meinte, in Cérny Potok sollte ich nochmal aufdrehen. Mmmh, ich hatte zu tun, die aufgebaggerte Straße per Schlurfschritt über den Minigraben zu überwinden; dann nochmals bergauf. Füße heben ging gar nicht mehr, aber es war nicht mehr weit. Dann sah ich den Grenzübergang und die Leute von den verschiedenen Teams. Nach 1:20:34 auf 17,58km konnte ich Ronald in Jöhstadt den Kochlöffel in die Hand drücken. Die Waden zitterten noch ein ganzes Weilchen weiter... Mit der Laufzeit und dem Kilometerschnitt von 4:35 bin ich sehr zufrieden, bei mehr als 4:45 hätte ich 'nen Kasten Bier spendieren müssen. Zweitbeste Laufzeit aller Teams auf dieser Etappe freut mich ebenfalls.
Ronald hatte jetzt 10min Rückstand, denn der Hermsdorfer Läufer war 1:15 gelaufen. Die Elbtalflitzerin 1:35, also recht komfortabler Vorsprung auf Platz drei. Auf dem Hirtstein hatte Ronald dann zwei weitere Minuten aufgebrummt bekommen, aber dank seiner langen Beine machte er bergab wieder Boden gut und schickte mit 11min Rückstand Herchi auf dessen 21km-Strecke. In Deutschkatharinenberg dann erstmal was Essen und Annett nochmal mit der Technik vertaut machen. Die Hermsdorfer hatte hier dann schon beachtliche 22min Vorsprung und unserer auf die drittplatzierten Elbtalflitzer war auf 3min geschrumpft. Annett hatte dann einige Problem mit der Navigation am Seiffener Skihang. Andere Teams scheinbar auch und selbst der Hermsdorfer schlug sich durch hohe Brennnesseln. Aber Annett kämpfte toll und kam trotz deutlich längerer Laufstrecke noch eine Minute vor den Flitzern in Bad Einsiedel an (für die Zweifler: inklusive Schwartenbergüberquerung, was sich auch belegen läßt...!). Tino übernahm jetzt den Staffellöffel. Die Elbtalflitzer hatte mit Harald Schnare einen ganz starken Läufer, der letztes Jahr der eXa die Führung auf der Strecke abnahm und auch dieses Mal überholte er. Tino kam dann nach unfreiwilligem Zwischestopp im Busch mit 10min Rückstand auf den Zweiten an und übergab an Jonny. Das würde knapp werden. Jonny ist sauschnell - aber 10min? Die Hermsdorfer waren weit voraus und bereits fast im Ziel! Deren Läufer war sogar 2min schneller als Jonny letztes Jahr, aber der wiederum machte das fast Unmögliche doch noch klar und überlief die Zweitplatzierte und kam mit nochmals 2min schnellerer Etappenzeit um 18:17Uhr am Galgenteich in Altenberg ins Ziel wo er von uns gefeiert wurde!
Wir waren damit nochmals 1h19min schneller als im letzten Jahr aber gegen die Läufer von Traktor Hermsdorf war dieses Jahr kein Kraut gewachsen. Da muß man neidlos und voller Respekt sagen: Superleistung von allen und Wahnsinnszeit, denn die waren nochmal um einiges schneller und bereits 17:26Uhr im Ziel! Platz drei ging an die Elbtalflitzer, die 18:24Uhr ins Ziel kamen. Auch an sie: Glückwunsch!
Eigentlich wollte ich in Altenberg bleiben und die ganze Nachveranstaltung noch mit genießen aber ich hatte so heftige Migräne, dass ich mich von Alex und Chrische mit nach Leipzig fahren ließ, SCHADE! Aber nächstes Jahr dann. Das Wannenbad hat nicht allzuviel genützt, denn noch heute kann ich kaum Treppensteigen und selbst normales Gehen ist eher ein unkontrolliertes Gestakse statt gewollte und koordinierte Bewegung...
Ein ganz großes Dankeschön an die Organisatoren, die anderen Teams für faire & spannende "Duelle" und selbstverständlich meine Teamkollegen!
Gesamtergebnisse erscheinen hier.
Nachfolgend noch ein paar anklickbare Impressionen:
Start 4Uhr morgens
Alex hat Platz 2 erkämpft
und Steven den Streckenrekord pulverisiert
gemeinsam in Spitzenposition (Matthias in Neon)
ich in Kovárská
kurz vor Jöhstadt
Ronald auf dem Hirtstein
Frank nach 21km
Tino wechselt gleich auf Jonny
der erläuft noch den 2.Platz

Freitag reisten wir zu 6. an und Zeltaufbau und Smalltalk mit den anderen Teams bestimmten den restlichen Abend. Auf das vom Chef vorgeschriebene Einlaufen verzichteten wir, um dem Gegner nicht die aktuelle Form zu zeigen...
3:30Uhr aufstehen und bereits 4:00 Start für David. Er sollte/wollte so lange wie möglich dranbleiben und mit möglichst wenig Rückstand auf Alex wechseln. In Mühlleiten wartete dieser bereits und konnte als 5. ins Rennen geschickt werden. Da hatten wir ca. 5min Rückstand auf die Eltalflitzer. Alex überholte gleich andere Teams und konnte in Weiterglashütte an Platz zwei liegend mit 7min Rückstand (auf Traktor Hermsdorf) auf Steven wechseln. Der drehte mächtig auf, verlief sich kurz, mußte mal kurz in den Wald und hatte auf dem Auersberg den Rückstand auf 4min verkürzt. In Steinbach waren es noch 2min und beim Wechsel bereits anderthalb Minuten Vorsprung. Matthias (Alex' Vater) lief dann die Strecke komplett gemeinsam mit dem Starter von Hermsdorf und zeitgleich wechselten sie in Tellerhäuser. Chrische also mit dem Hermsdorfer, der Elbtalflitzer knapp dahinter. Leider wurde Chrische ab Grenzübergang von Krämpfen geplagt und der Gegner war sehr stark. Die Traktoristen wechselten exakt 10:10Uhr und die Elbtalflitzer nur Sekunden danach.
Banges Warten für mich auf Christoph. Die Zeit verging und keiner war zu sehen. Knapp 4min später tauchte er auf und ich konnte endlich losflitzen. Allerdings ging es erst mal steil bergab. Richtig STEIL! Der eigentlich gesperrte Skihang war die Strecke für die nächsten knapp 2km. Rollen lassen ging nicht. Die Wiese war extrem rutschig und der Streifen in der Mitte übersäht mit Schotter und Geröll. 2-3mal war ich kurz vorm Abflug. Dann Asphaltpassage. Die Radbleitung der Elbtalflitzerin wartete, aber sie war schon durch. Mist - Schnürsenkel offen. Die Oberschenkel zittern wie ratternde Nähmaschinen. Weiterlaufen. Die ersten 3km unter 4min! Schneller als gedacht. 13 weitere km wollten noch gelaufen werden. Auf kleinen Dorfstraßen ging es durch Háj wo man mich ungläubig musterte. Dann sah ich irgendwann zwischen Kilometer 4 und 5 auf der Bergaufpassage die Radbegleitung der Zweitpaltzierten vor mir. Nur nicht zu schnell ranlaufen und erstmal kurz Kräfte sparen. Bei etwa 5,5km war ich dran und lief auch schnell vorbei, hörte aber noch lange die Schritte hinter mir. Kurz darauf sollte die unübersichtlichste Stelle in Sachen Navigation kommen. Meine beiden Konkurrenten waren die Strecke schon abgelaufen und somit etwas im Vorteil. Ich hatte mir zwar von Ronald die Stelle beschreiben lassen und auch mit den beiden Läufern gesprochen, aber vor Ort sieht es eh meist anders aus. Es ging über eine eingestürzte Brücke über einen Bachlauf und danach etwas unübersichtlich auf einem Tramplepfad durch den Wald. Der Forerunner vermeldete "Kursabweichung" aber anders hätte ich gar nicht laufen können, oder? Plötzlich neben einer Ruine vorbeigelaufen; die kannte ich von der Karte und hatte sie viel weiter abseits der Route erwartet. Mist, aber die Richtung stimmte. Ich ging jetzt davon aus, dass ich wieder überholt wurde, aber es war weder vor noch hinter mir jemand zu sehen. Etwa bei Kilometer 9 in Kovárská standen die anderen aus meinem Team und meinten, der 1. sei nicht weit vor mir, was ich nicht so recht glauben mochte. Die gereichte Apfelschorle konnte ich nur in Form von herausquellendem Schaum trinken - nicht so clever ;-)
Der Schnitt passte noch immer (4:25min/km) aber die völlig ungewohnte Belastung für die Muskulatur machte sich deutlichst bemerkbar und auf den folgenden Kilometern wurde es auch etwas langsamer, bedingt aber auch durch einige kleine Bergaufstücke. Ich sah zudem ein, dass ich nicht die recht engen Schuhe hätte anziehen sollen, denn eine Blutblase an der Zehe spürte ich recht deutlich...
Bei Kilometer 13 dann eine sonderbare Begegnung: die Straße schlängelte sich durch den Wald und an einer kleinen Lichtung lag ein Fahrrad im Straßengraben mit einigen Bierflaschen im Korb - aahh, eine Verpflegungstelle!? 2-3m weg am Hang saß ein aschenbecherbebrillter Einheimischer mit Schlapphut und genoß das herrliche Wetter mit einem kräftigen Schluck. Was er mir hinterrief konnte ich einerseits aufgrund der mir fremdem Sprache und aufgrund der sonderbaren Artikulation nicht verstehen. Wahrscheinlich feuerte er mich an und wollte mir sagen, dass ich nur wenig Rückstand habe...
Es wurde immer schwerer, flüssig zu laufen und die linke Wade zwickte heftig während der Kopf nach rechts hing (?). 4:45er Schnitt für die letzten Kilometer - keine Glanzleistung aber Gesamtschnitt immer noch bei 4:32min/km. Ronald meinte, in Cérny Potok sollte ich nochmal aufdrehen. Mmmh, ich hatte zu tun, die aufgebaggerte Straße per Schlurfschritt über den Minigraben zu überwinden; dann nochmals bergauf. Füße heben ging gar nicht mehr, aber es war nicht mehr weit. Dann sah ich den Grenzübergang und die Leute von den verschiedenen Teams. Nach 1:20:34 auf 17,58km konnte ich Ronald in Jöhstadt den Kochlöffel in die Hand drücken. Die Waden zitterten noch ein ganzes Weilchen weiter... Mit der Laufzeit und dem Kilometerschnitt von 4:35 bin ich sehr zufrieden, bei mehr als 4:45 hätte ich 'nen Kasten Bier spendieren müssen. Zweitbeste Laufzeit aller Teams auf dieser Etappe freut mich ebenfalls.
Ronald hatte jetzt 10min Rückstand, denn der Hermsdorfer Läufer war 1:15 gelaufen. Die Elbtalflitzerin 1:35, also recht komfortabler Vorsprung auf Platz drei. Auf dem Hirtstein hatte Ronald dann zwei weitere Minuten aufgebrummt bekommen, aber dank seiner langen Beine machte er bergab wieder Boden gut und schickte mit 11min Rückstand Herchi auf dessen 21km-Strecke. In Deutschkatharinenberg dann erstmal was Essen und Annett nochmal mit der Technik vertaut machen. Die Hermsdorfer hatte hier dann schon beachtliche 22min Vorsprung und unserer auf die drittplatzierten Elbtalflitzer war auf 3min geschrumpft. Annett hatte dann einige Problem mit der Navigation am Seiffener Skihang. Andere Teams scheinbar auch und selbst der Hermsdorfer schlug sich durch hohe Brennnesseln. Aber Annett kämpfte toll und kam trotz deutlich längerer Laufstrecke noch eine Minute vor den Flitzern in Bad Einsiedel an (für die Zweifler: inklusive Schwartenbergüberquerung, was sich auch belegen läßt...!). Tino übernahm jetzt den Staffellöffel. Die Elbtalflitzer hatte mit Harald Schnare einen ganz starken Läufer, der letztes Jahr der eXa die Führung auf der Strecke abnahm und auch dieses Mal überholte er. Tino kam dann nach unfreiwilligem Zwischestopp im Busch mit 10min Rückstand auf den Zweiten an und übergab an Jonny. Das würde knapp werden. Jonny ist sauschnell - aber 10min? Die Hermsdorfer waren weit voraus und bereits fast im Ziel! Deren Läufer war sogar 2min schneller als Jonny letztes Jahr, aber der wiederum machte das fast Unmögliche doch noch klar und überlief die Zweitplatzierte und kam mit nochmals 2min schnellerer Etappenzeit um 18:17Uhr am Galgenteich in Altenberg ins Ziel wo er von uns gefeiert wurde!
Platz 2 für die LG eXa Leipzig
Wir waren damit nochmals 1h19min schneller als im letzten Jahr aber gegen die Läufer von Traktor Hermsdorf war dieses Jahr kein Kraut gewachsen. Da muß man neidlos und voller Respekt sagen: Superleistung von allen und Wahnsinnszeit, denn die waren nochmal um einiges schneller und bereits 17:26Uhr im Ziel! Platz drei ging an die Elbtalflitzer, die 18:24Uhr ins Ziel kamen. Auch an sie: Glückwunsch!
Eigentlich wollte ich in Altenberg bleiben und die ganze Nachveranstaltung noch mit genießen aber ich hatte so heftige Migräne, dass ich mich von Alex und Chrische mit nach Leipzig fahren ließ, SCHADE! Aber nächstes Jahr dann. Das Wannenbad hat nicht allzuviel genützt, denn noch heute kann ich kaum Treppensteigen und selbst normales Gehen ist eher ein unkontrolliertes Gestakse statt gewollte und koordinierte Bewegung...
Ein ganz großes Dankeschön an die Organisatoren, die anderen Teams für faire & spannende "Duelle" und selbstverständlich meine Teamkollegen!
Gesamtergebnisse erscheinen hier.
Nachfolgend noch ein paar anklickbare Impressionen:
Start 4Uhr morgens
Alex hat Platz 2 erkämpft
und Steven den Streckenrekord pulverisiert
gemeinsam in Spitzenposition (Matthias in Neon)
ich in Kovárská
kurz vor Jöhstadt
Ronald auf dem Hirtstein
Frank nach 21km
Tino wechselt gleich auf Jonny
Montag, 18. Mai 2009
Heiheiheihoooo, der Rennsteiglauf...
Das schönste Ziel der Welt ist in Schmiedefeld!
So hieß es nach einem Jahr Rennsteigabstinenz (krankheitsbedingt letztes Jahr nicht dabei) wieder "Heiheiheihooo...". Und auch Herbert Roth's heimliche Thüringer Hymne "Rennsnteiglied" wollte zum 6x. mitgegrölt werden....
Eigentlich wollte ich ja gar nicht, denn 4 scharf gelaufene HM in 6 Wochen sind ja kein Spaziergang und nun ist der Rennsteig ja auch nicht gerade eine Trasse, die man so nebenbei berennen kann. Aber Lauffreund Matthias rief mich vor 4 Wochen an, ob ich nicht doch mitkommen will, und so sagte ich zu, denn er brachte mich vor Jahren überhaupt erst zum Laufen und auch zum Rennsteig und so wollte ich ihm diesmal (hoffentlich) zu einer recht guten HM-Zeit verhelfen. Obwohl er das (nach einer 41:44 beim Chemnitz-10er) auch ohne mich hinkriegen sollte. Seine 1:43:xx zu unterbieten waren also das Ziel. Ansonsten gab es nur ein Ziel: Spaß haben und den Lauf und vor allem auch das Drumherum genießen., dabei aber nicht bummeln.
Freitag also Anreise nach Oberhof, Startunterlagen holen, eine paar alte Bekannte getroffen und ab ins Festzelt. Die Nudeln waren diesmal besser als die Klöße, dazu noch 2 Bratwürste und entsprechend Getränke um Hungerast und Dehydration am nächsten Morgen vorzubeugen. Danach noch mit Alex getroffen, der uns auch noch Übernachtungsmöglichkeit anbot, aber zum Rennsteiglauf gehört für mich halt auch 'ne unbequeme Nacht im Kofferraum...
Recht ausgeruht nach heftig regnerischer Nacht und kühlen Temperaturen ging's langsam Richtung Start. In Block II sollte ich mich einsortieren und Matthias und Alex eigentlich in VI, aber lassen wir das Thema... Danach wie immer: Schunkeln, Händehoch, Welle, Rennsteiglied, Schneewalzer, Plastiktüte weg, Loslaufen. Wobei Laufen natürlich nicht ging, sondern Gehen. Egal. Knapp 1500 Starter waren vor uns und auf den ersten Metern zeigte sich bereits wie es weitergehen sollte: Zickzack, Überholen, Abstoppen. Links-Rechts. Immerhin nur 5:09 für Kilometer 1, das hätte ich schlimmer erwartet. Kilometer 2: leicht ansteigen, Straße, Überholen, 4:51; Alex wie immer weg um seine 4:30 zu laufen. "Probier's" habe ich ihm schmunzelnd gesagt. Nach exakt 2 Kilometern geht es wie ein Trichter in den Wald und sofort wird es eng, deutlicher steiler und vor allem ändert sich der Untergrund. Ausgewaschene Waldwege mit vielen losen Steinen und Wurzel und Äste und Pfützen. Man muß also recht konzentriert laufen, um einerseits zu Überholen, dem Vordermann aber nicht in die Hacken zu treten und gleichzeitig auch sicheren Halt zu finden. Macht gleich mal 'ne 5:23 für den nächsten Kilometer. Danach weiter bergauf und gleich wieder etwas runter: 4:47. Es rollt. Ein im neongrünen Leibchen des Erdgas-Teams laufender Starter, der scheinbar mit verschlucktem Besenstil rennt flucht und schimpft die ganze Zeit, wie "Scheiße!" hier die Wege sind und diese "blöden Steine" usw. Ich weise in auf den Ausdruck CROSSLAUF hin, mit der Rennsteiglauf beworben wird. Wir überholen ihn einfach. Überhaupt sind wir scheinbar nur am Überholen. Die nächsten drei Kilometer geht es nur bergauf und schon hat man den Beerberg als höchste Erhebung des Laufes überwunden: 5:26, 5:15 und 5:08 trotz Anstieg. Danach 4:47 für den achten km mit Bergabpassage. Es ginge schneller aber ich will nicht übertreiben. Zudem immer mal Umschauen, ob Matthias noch da ist. Is' er und an den Bergaufstücken ist er deutlich besser und ich lasse ihn mal ziehen. 5:01 für das Flachstück vor der Schmücke. Hier wurde die Strecke geändert: wo es früher gleich über die Wiese zum Verpflegungspunkt Schmücke geht, muß man jetzt einen großen Bogen durch den Wald im Morast laufen. 4000 Läufer später verliert man hier bestimmt den Schuh.
An der Schmücke entscheide ich mich für Banane und warmen Tee und Matthias für gehende Nahrungsaufnahme. Ok, die paar Sekunden sind auch egal. 4:54 für den Kilometer 10 und nach 50:21 am Schild, welches exakt steht. Das 11er dagegen steht fast 200m zu früh aber ich richte mich eh' nach dem Garmin und der piepst nach 4:31 und 4:23 und 4:24 für die nächsten Bergabkilometer. Die nächsten anderhalb km gehts wieder hoch. Das hatte ich vergessen und ich scherze mit einem Läufer der das Streckenprofil in der Hand hält. 5:08 und 4:44. Danach leicht ansteigend 5:06. Verpflegungspunkt 2 am Bierfleck. Cola im Gehen... Danach meine Hasspassage: Hier habe ich im langen Anstieg schon mal 7min für den Kilometer 17 gebraucht. Diesmal zieht mich Matthias im 4:49er Schnitt und der letzte Anstieg ist geschafft. Weiter Überholen und bergab rollen lassen. 4:10, 3:58, 4:08 bloß aufpassen, dass man nicht auf die Fresse fliegt. Eine tolle Zeit kündigt sich an. 4:12 für den welligen 21.km und im 3:47er Schnitt Richtung Zieltor. Die letzte große Pfütze nehme ich direkt und verhelfe Matthias zu Tarnoptik ;-) Sorry... Zielspurt und zusammen rennen wir über die Matte: 1:41:02. Damit sind wir mehr als zufrieden. Ohne großartig fertig zu sein haben wir alles erreicht. Paar Sekündchen wären an den Getränkestellen drin gewesen und im 1.Startblock wohl sogar 2-3 Minuten. Aber das spielt keine Rolle und wir freuen uns über tolles Wetter in Schmiedfeld, treffen Alex [in 1:39:17 knapp am 4:30er Schnitt vorbeigeschrammt ;-)...., Sorry!] und David (hättest auch mitlaufen sollen!!!).
Dann noch den Zieleinlauf der Supermarathonis und Marathonis angeschaut und die Marathonläufer am Schlußanstieg angefeuert. Bustransfer zurück und heim.
Superlauf - Superzeit - Superevent!
Nächstes Jahr garantiert wieder. Irgendwann mal mehr (M) und irgendwann mal richtig mehr (SM) - versprochen! Inkl. Samstagsparty...
Platzierung: 522/6058 Gesamt; 493/4381 Männer; 68/456 M30
Ein großes GLÜCKWUNSCH und RESPEKT an Peter und Thomas, die den langen Kanten bezwungen haben! Für mich derzeit unvorstellbar!
So hieß es nach einem Jahr Rennsteigabstinenz (krankheitsbedingt letztes Jahr nicht dabei) wieder "Heiheiheihooo...". Und auch Herbert Roth's heimliche Thüringer Hymne "Rennsnteiglied" wollte zum 6x. mitgegrölt werden....
Eigentlich wollte ich ja gar nicht, denn 4 scharf gelaufene HM in 6 Wochen sind ja kein Spaziergang und nun ist der Rennsteig ja auch nicht gerade eine Trasse, die man so nebenbei berennen kann. Aber Lauffreund Matthias rief mich vor 4 Wochen an, ob ich nicht doch mitkommen will, und so sagte ich zu, denn er brachte mich vor Jahren überhaupt erst zum Laufen und auch zum Rennsteig und so wollte ich ihm diesmal (hoffentlich) zu einer recht guten HM-Zeit verhelfen. Obwohl er das (nach einer 41:44 beim Chemnitz-10er) auch ohne mich hinkriegen sollte. Seine 1:43:xx zu unterbieten waren also das Ziel. Ansonsten gab es nur ein Ziel: Spaß haben und den Lauf und vor allem auch das Drumherum genießen., dabei aber nicht bummeln.
Freitag also Anreise nach Oberhof, Startunterlagen holen, eine paar alte Bekannte getroffen und ab ins Festzelt. Die Nudeln waren diesmal besser als die Klöße, dazu noch 2 Bratwürste und entsprechend Getränke um Hungerast und Dehydration am nächsten Morgen vorzubeugen. Danach noch mit Alex getroffen, der uns auch noch Übernachtungsmöglichkeit anbot, aber zum Rennsteiglauf gehört für mich halt auch 'ne unbequeme Nacht im Kofferraum...
Recht ausgeruht nach heftig regnerischer Nacht und kühlen Temperaturen ging's langsam Richtung Start. In Block II sollte ich mich einsortieren und Matthias und Alex eigentlich in VI, aber lassen wir das Thema... Danach wie immer: Schunkeln, Händehoch, Welle, Rennsteiglied, Schneewalzer, Plastiktüte weg, Loslaufen. Wobei Laufen natürlich nicht ging, sondern Gehen. Egal. Knapp 1500 Starter waren vor uns und auf den ersten Metern zeigte sich bereits wie es weitergehen sollte: Zickzack, Überholen, Abstoppen. Links-Rechts. Immerhin nur 5:09 für Kilometer 1, das hätte ich schlimmer erwartet. Kilometer 2: leicht ansteigen, Straße, Überholen, 4:51; Alex wie immer weg um seine 4:30 zu laufen. "Probier's" habe ich ihm schmunzelnd gesagt. Nach exakt 2 Kilometern geht es wie ein Trichter in den Wald und sofort wird es eng, deutlicher steiler und vor allem ändert sich der Untergrund. Ausgewaschene Waldwege mit vielen losen Steinen und Wurzel und Äste und Pfützen. Man muß also recht konzentriert laufen, um einerseits zu Überholen, dem Vordermann aber nicht in die Hacken zu treten und gleichzeitig auch sicheren Halt zu finden. Macht gleich mal 'ne 5:23 für den nächsten Kilometer. Danach weiter bergauf und gleich wieder etwas runter: 4:47. Es rollt. Ein im neongrünen Leibchen des Erdgas-Teams laufender Starter, der scheinbar mit verschlucktem Besenstil rennt flucht und schimpft die ganze Zeit, wie "Scheiße!" hier die Wege sind und diese "blöden Steine" usw. Ich weise in auf den Ausdruck CROSSLAUF hin, mit der Rennsteiglauf beworben wird. Wir überholen ihn einfach. Überhaupt sind wir scheinbar nur am Überholen. Die nächsten drei Kilometer geht es nur bergauf und schon hat man den Beerberg als höchste Erhebung des Laufes überwunden: 5:26, 5:15 und 5:08 trotz Anstieg. Danach 4:47 für den achten km mit Bergabpassage. Es ginge schneller aber ich will nicht übertreiben. Zudem immer mal Umschauen, ob Matthias noch da ist. Is' er und an den Bergaufstücken ist er deutlich besser und ich lasse ihn mal ziehen. 5:01 für das Flachstück vor der Schmücke. Hier wurde die Strecke geändert: wo es früher gleich über die Wiese zum Verpflegungspunkt Schmücke geht, muß man jetzt einen großen Bogen durch den Wald im Morast laufen. 4000 Läufer später verliert man hier bestimmt den Schuh.
An der Schmücke entscheide ich mich für Banane und warmen Tee und Matthias für gehende Nahrungsaufnahme. Ok, die paar Sekunden sind auch egal. 4:54 für den Kilometer 10 und nach 50:21 am Schild, welches exakt steht. Das 11er dagegen steht fast 200m zu früh aber ich richte mich eh' nach dem Garmin und der piepst nach 4:31 und 4:23 und 4:24 für die nächsten Bergabkilometer. Die nächsten anderhalb km gehts wieder hoch. Das hatte ich vergessen und ich scherze mit einem Läufer der das Streckenprofil in der Hand hält. 5:08 und 4:44. Danach leicht ansteigend 5:06. Verpflegungspunkt 2 am Bierfleck. Cola im Gehen... Danach meine Hasspassage: Hier habe ich im langen Anstieg schon mal 7min für den Kilometer 17 gebraucht. Diesmal zieht mich Matthias im 4:49er Schnitt und der letzte Anstieg ist geschafft. Weiter Überholen und bergab rollen lassen. 4:10, 3:58, 4:08 bloß aufpassen, dass man nicht auf die Fresse fliegt. Eine tolle Zeit kündigt sich an. 4:12 für den welligen 21.km und im 3:47er Schnitt Richtung Zieltor. Die letzte große Pfütze nehme ich direkt und verhelfe Matthias zu Tarnoptik ;-) Sorry... Zielspurt und zusammen rennen wir über die Matte: 1:41:02. Damit sind wir mehr als zufrieden. Ohne großartig fertig zu sein haben wir alles erreicht. Paar Sekündchen wären an den Getränkestellen drin gewesen und im 1.Startblock wohl sogar 2-3 Minuten. Aber das spielt keine Rolle und wir freuen uns über tolles Wetter in Schmiedfeld, treffen Alex [in 1:39:17 knapp am 4:30er Schnitt vorbeigeschrammt ;-)...., Sorry!] und David (hättest auch mitlaufen sollen!!!).
Dann noch den Zieleinlauf der Supermarathonis und Marathonis angeschaut und die Marathonläufer am Schlußanstieg angefeuert. Bustransfer zurück und heim.
Superlauf - Superzeit - Superevent!
Nächstes Jahr garantiert wieder. Irgendwann mal mehr (M) und irgendwann mal richtig mehr (SM) - versprochen! Inkl. Samstagsparty...
Platzierung: 522/6058 Gesamt; 493/4381 Männer; 68/456 M30
Ein großes GLÜCKWUNSCH und RESPEKT an Peter und Thomas, die den langen Kanten bezwungen haben! Für mich derzeit unvorstellbar!
so lief es:
Montag, 11. Mai 2009
1:35:xx Zum Ersten, Zum Zweiten uuuund Zum Dritten!
Da ich in der Nähe war und sowieso mit dem Gedanken gespielt hatte zu starten und auch noch Kumpel Matthias beim 10er mitmachen wollte, entschied ich mich recht spontan zur Halbmarathon-Teilnahme beim Chemnitzer Citylauf = zur Sportscheck-Stadtlauf-Serie zählender Lauf durch Chemnitz' Innenstadt. 10k hieß zweieinhalb Runden(mit dem Großteil der Starter) und 5 Runden mit Start am Nischel für die Halbmarathonis (260). Ich stehe weit vorn, werde nach dem Startschuß fast umgerannt als würden hier 50% der Starter unter 1:20:00 laufen .... Vorgenommen hatte ich mir ein kontrolliertes Rennen mit 4:22 bis 4:27er Schnitt. Die Strecke ist rel. flach aber die Kopfsteinpflasterpassagen haben es in sich und 5 Runden sind auch nicht gerade mein Favorit. Wo die 15000 Zuschauer standen weiß ich nicht; im Start-Ziel-Bereich war aber recht gute Stimmung. Hier mein ungefährer Rennverlauf:
- km1 4:08 die Meute hetzt los, es wäre nur eine 4,3km-Runde zu laufen und nicht derer 5; ich bin etwas zu schnell!
- km2 4:20 so, sehr schön, die Pace passt
- km3 4:20 schön konstant, das Feld sortiert sich
- km4 4:25 einige Staffelläufer geben nochmal alles für ihre erste und einzige Runde...
- km5 4:23 jetzt sieht man, wer vor einem komplett läuft und wer Staffelläufer ist
- km6 4:27 etwas langsamer, aber immer noch genau nach Vorgabe
- km7 4:23 wieder etwas schneller; lockere Beine sind aber etwas anderes!
- km8 4:26 immer noch nach Fahrplan
- km9 4:32 teils Zickzack-Lauf um einbrechende Staffelläufer und solche, die nochmal Gas geben und drängeln
- km10 4:28 passt; 10er Zeit 43:57 heißt 30sec. Vorsprung auf die Magdeburg-10er Zeit, 2min schneller als Grimma und 1min langsamer als der überzogene Leipziger-HM
- km11 4:28 es läuft (noch) rund
- km12 4:28 immer noch perfektes Timing ohne dauernd auf die Uhr zu schauen; noch recht flüssiger Stil
- km13 4:33 da merkt man die leichte Bergauftendenz dieses Kilometers
- km14 4:28 jetzt gehts wieder leicht bergab
- km15 4:38 ich bin an meinen beiden Holger Meier(s) dran und überhole später (leider waren die nur langsamer geworden); der Magen meldet sich - Hunger?
- km16 4:42 Gel eingeworfen und im Gehen getrunken, da ich sonst alles sonstwohin verteile; wieso gibt es nirgendwo knickbare Pappbecher?
- km17 4:36 es wird schwer; ich spüre die letzten Wochen deutlich; die Schritte werden kürzer; Scheiß Kopfsteinpflaster! "Ist der Lauf nicht dein Freund, ist er dein Lehrer!" - wie wahr!
- km18 4:37 auf zur letzten Runde; ich sehe (angeblich) deutlich gequälter aus; bergab kann ich irgendwie keine Zeit mehr gut machen
- km19 4:45 der Kilometer zieht sich ewig; Mann - nur noch reichlich 2km; 3sec hinter Magdeburg; das wird nix mehr; die Motivation ist jetzt raus
km20 4:41 Beschleunigen - Was ist das? Hochrechnen: >1:35:00 wird's werden, wieder...
- km21 4:45 Ich will, kann aber nicht schneller; Beine wie Keulen; naja, wenigstens nicht so dramatisch wie LE ;-)
- Ziel 1:01 Andreas Clauß als Moderator in Hochform; ich am Tiefpunkt des Laufes ;-) die Uhr am Horizont rennt schneller als ich...
1:35:48 und immerhin Platz 8 in der M30 stehen für den 3.HM innerhalb 5 Wochen und alle in 1:35:Äppelstücke; klingt gar nicht so schlecht und sprechen für Konstanz (oder fehlende Weiterentwicklung); im Herbst gibt's dann nur einen Saisonhöhepunkt und nicht 3 ;-)
Fazit: lange lief es diszipliniert, am Ende habe sich die letzten 8 Wochen mit 8 Wettkämpfen auch bemerkbar gemacht; der Lauf ist gut organisiert aber recht teuer und 'ne Banane statt spritzigem Wasser am VP wäre mir lieber gewesen; ab nächsten Montag wird etwas ruhiger gelaufen oder über Herbstläufe (und vorherige Trainingspläne) nachgedacht ;-) Vielleicht sollte ich mich auf 15km-Läufe spezialisieren ;-) oder einfach mehr Überdistanzläufe machen und das Training qualitativer machen!
- km1 4:08 die Meute hetzt los, es wäre nur eine 4,3km-Runde zu laufen und nicht derer 5; ich bin etwas zu schnell!
- km2 4:20 so, sehr schön, die Pace passt
- km3 4:20 schön konstant, das Feld sortiert sich
- km4 4:25 einige Staffelläufer geben nochmal alles für ihre erste und einzige Runde...
- km5 4:23 jetzt sieht man, wer vor einem komplett läuft und wer Staffelläufer ist
- km6 4:27 etwas langsamer, aber immer noch genau nach Vorgabe
- km7 4:23 wieder etwas schneller; lockere Beine sind aber etwas anderes!
- km8 4:26 immer noch nach Fahrplan
- km9 4:32 teils Zickzack-Lauf um einbrechende Staffelläufer und solche, die nochmal Gas geben und drängeln
- km10 4:28 passt; 10er Zeit 43:57 heißt 30sec. Vorsprung auf die Magdeburg-10er Zeit, 2min schneller als Grimma und 1min langsamer als der überzogene Leipziger-HM
- km11 4:28 es läuft (noch) rund
- km12 4:28 immer noch perfektes Timing ohne dauernd auf die Uhr zu schauen; noch recht flüssiger Stil
- km13 4:33 da merkt man die leichte Bergauftendenz dieses Kilometers
- km14 4:28 jetzt gehts wieder leicht bergab
- km15 4:38 ich bin an meinen beiden Holger Meier(s) dran und überhole später (leider waren die nur langsamer geworden); der Magen meldet sich - Hunger?
- km16 4:42 Gel eingeworfen und im Gehen getrunken, da ich sonst alles sonstwohin verteile; wieso gibt es nirgendwo knickbare Pappbecher?
- km17 4:36 es wird schwer; ich spüre die letzten Wochen deutlich; die Schritte werden kürzer; Scheiß Kopfsteinpflaster! "Ist der Lauf nicht dein Freund, ist er dein Lehrer!" - wie wahr!
- km18 4:37 auf zur letzten Runde; ich sehe (angeblich) deutlich gequälter aus; bergab kann ich irgendwie keine Zeit mehr gut machen
- km19 4:45 der Kilometer zieht sich ewig; Mann - nur noch reichlich 2km; 3sec hinter Magdeburg; das wird nix mehr; die Motivation ist jetzt raus
km20 4:41 Beschleunigen - Was ist das? Hochrechnen: >1:35:00 wird's werden, wieder...
- km21 4:45 Ich will, kann aber nicht schneller; Beine wie Keulen; naja, wenigstens nicht so dramatisch wie LE ;-)
- Ziel 1:01 Andreas Clauß als Moderator in Hochform; ich am Tiefpunkt des Laufes ;-) die Uhr am Horizont rennt schneller als ich...
1:35:48 und immerhin Platz 8 in der M30 stehen für den 3.HM innerhalb 5 Wochen und alle in 1:35:Äppelstücke; klingt gar nicht so schlecht und sprechen für Konstanz (oder fehlende Weiterentwicklung); im Herbst gibt's dann nur einen Saisonhöhepunkt und nicht 3 ;-)
Fazit: lange lief es diszipliniert, am Ende habe sich die letzten 8 Wochen mit 8 Wettkämpfen auch bemerkbar gemacht; der Lauf ist gut organisiert aber recht teuer und 'ne Banane statt spritzigem Wasser am VP wäre mir lieber gewesen; ab nächsten Montag wird etwas ruhiger gelaufen oder über Herbstläufe (und vorherige Trainingspläne) nachgedacht ;-) Vielleicht sollte ich mich auf 15km-Läufe spezialisieren ;-) oder einfach mehr Überdistanzläufe machen und das Training qualitativer machen!
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